Keramikimplantate wurden früh in der Implantologie verwendet. Ein gutes Beispiel ist das Tübinger Sofortimplantat. Erst mit Zirkon steht jedoch ein weisses Material mit ausreichender Bruchstabilität zur Verfügung. Eigentlich ist Zironiumdioxid keine Keramik. Streng genommen gehört Zirconium im Periodensystem der Elemente zur 5.Gruppe (Titangruppe). Zirconium ist ein sehr korrosionsbeständiges Schwermetall. Dennoch weist das Zirkoniumdioxid, anders als Titandioxid, spröde Eigenschaften und eine weisse Farbe auf, was es als "Keramik" erscheinen läßt. Alle modernen "Keramikimplantate" sind Zirkondioxidimplantate ("Zirkonimplantate").

     

    Zirkonimplantate haben eine ungünstigere Steifigkeit als Titan und sind in diesem Punkt für den Einwuchs im Knochen schlechter. Das Handling ist aufgrund der Bruchgefahr heikler und die Implantation kritischer. Es ist schwerer Zirkoniumdioxidoberflächen zu bearbeiten, weswegen wenige Hersteller eine sinnvolle Oberflächenstruktur für guten Knochenanwuchs anbieten. Wir verwenden Zirkonimplantate von Camlog (Ceralog) und Zeramex.

     
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